Konversion Südstadt: Nachlese Bürgerforum vom 07.02.2017 „Grünes Band des Wissens“

Foto: Stadt HD

Veranstaltungsoptionen auf den großen Plätzen, eine sichtbare Auseinandersetzung mit der Historie des Ortes oder Spiel- und Mitmachmöglichkeiten für verschiedene Altersgruppen – für das „Grüne Band des Wissens“ auf der Konversionsfläche Campbell Barracks/Mark-Twain-Village gab es bei einem Bürgerforum am Dienstag, 7. Februar, viele Anregungen aus dem Teilnehmerkreis. Rund 130 Bürgerinnen und Bürger waren in die Turnhalle der Pestalozzischule gekommen.

Wissensorte klug vernetzen

Mit dem „Grünen Band des Wissens“ wird ein Freiraum neuen Typs entstehen, der Wissensorte im Areal klug miteinander vernetzt. Ausgewählte Orte der kulturellen Bildung – wie das Bürgerzentrum in der Chapel, das geplante Mark-Twain-Center in der Kommandantur, die Praxishochschule im Torhaus sowie das Kulturhaus Karlstorbahnhof und das Kreativwirtschaftszentrum in den ehemaligen Stallungen – werden über zentrale öffentliche Freiräume (Park und Plätze) miteinander verknüpft.

Weiteres Vorgehen

Die Stadt Heidelberg, die IBA und der Arbeitskreis „Grünes Band des Wissens“ werten die Hinweise aus der Bürgerschaft nun aus und integrieren sie in die Ausschreibung des Planungswettbewerbs. Rund 30 Büros sollen daran teilnehmen. Die Ausgabe der Wettbewerbsunterlagen ist für Anfang April vorgesehen.

09.02.2017, Pressemitteilung der Stadt Heidelberg

Konversion Südstadt: Bürgerforum am 7. Februar

Das „Grüne Band des Wissens“ ist ein zentrales städtebauliches Projekt bei der Konversion des ehemaligen US-Areals in der Südstadt. Das Ziel soll sein, die unterschiedlichen Orte des Wissens im Areal – vom Kulturhaus Karlstorbahnhof bis zum neuen Stadtteilzentrum in der Chapel – mit den zahlreichen Freiräumen und Grünflächen zu vernetzen.

Bei einem Bürgerforum am 7. Februar 2017 geht es nun darum, gemeinsam mit der Bürgerschaft an einem Entwurf für die Aufgabenstellung zu einem Wettbewerb zu arbeiten. Das Bürgerforum beginnt um 18 Uhr in der Turnhalle der Pestalozzischule, Rohrbacher Straße 96, 69126 Heidelberg. Interessierte können sich bereits ab 17.30 Uhr an Info-Tischen über den aktuellen Sachstand von Planung und Entwicklung in der Südstadt informieren.

 


Stellungnahme des Stadtteilvereins HD-Südstadt zum Bebauungsplanentwurf MTV-Nord

Den im ursprünglichen Bebauungsplanentwurf (2015) gefundenen Kompromiss trug der Stadtteilverein Südstadt trotz der hohen Dichte mit. Die Begründung war: Das gute städtebauliche Konzept schafft trotz deutlich höherer Dichte als im benachbarten Bestand eine Chance auf Integration von Alt und Neu und eine lebendige Stadtteilentwicklung. Es sollte daher in der Folge keinesfalls mehr durch weitere Verdichtung abgeändert werden.

  1. Die nun vorgelegte, gegenüber dem Masterplan noch weitere Erhöhung der Bebauungsdichte scheint uns weder nötig noch möglich, ohne die Qualität des städtebaulichen Entwurfs und den eigentlich geplanten Charakter der Römerstraße zu verschlechtern.

  2. Die Kindertagesstätte sollte keinesfalls an der Römerstraße platziert werden. Die allgemeine Gefährdung durch die Straße und insbesondere die beim Bringen und Holen der Kinder ist an der so verkehrsreichen Straße unverantwortlich hoch. Wir bitten zu prüfen, ob die Kita nicht an den ursprünglich geplanten Ort in der Rheinstraße zurückverlegt werden kann. Falls das nicht möglich ist, sollte bereits im Bebauungsplan für eine Sicherung der Zufahrt und Kurzzeitparkplätze nicht nur entlang der Römerstraße gesorgt werden. Uns ist bewusst, dass sich unsere Kritik an dem geplanten Kita-Standort nicht auf eine aktuelle Bebauungsplan-Veränderung bezieht. Wir bitten aufgrund der Bedeutung jedoch, diesen Punkt mit zu überprüfen.

  3. Das MTV Nord-West wird schwerpunktmäßig aus den drei folgenden Gründen eine Problemzone des ruhenden Verkehrs werden:
  • Das Stellplatzangebot wurde durch die Bebauungsplanvorgaben von 1 auf 0,7 Stellplätzepro Wohnung reduziert.
  • Von den Lehrern und Schülern der Julius-Springer-Schule wird ein nicht unbedeutender Teil mit dem Auto kommen. Dieses Problem wird durch die Stellplatzreduktion verschärft.
  • Die Parkplätze der Bewohner sind flächig so angeordnet, dass auf den Straßen keine öffentlichen Parkmöglichkeiten bleiben, z.B. für Gäste, Anlieferung usw.

    Die vorgelegte Planung lässt nicht erkennen, wie den vorhersehbaren Problemen im Plangebiet selbst und in den angrenzenden Straßen begegnet bzw. vorgebeugt werden soll.Wir bitten dies zu prüfen und dafür Sorge zu tragen, dass z.B. Fahrradstellplätze, Autostellplätze für die Allgemeinheit, Carsharing-Stellplätze sowie speziell ausgerüstete Stellplätze für das Laden von Elektroautos bereits im Bebauungsplan festgelegt werden. Eine sehr gute Radwegeanbindung ist zwingend notwendig, zusätzliche Haltestellen für den öffentlichen Nahverkehr und bessere Versorgung durch die S-Bahn sollten darüber hinausgeprüft werden.

Heidelberg-Südstadt, den 30. Januar 2017
Gez. für den Vorstand des Stadtteilvereins Heidelberg-Südstadt e.V.
Ursula Röper, 1. Vorsitzende

Hier erhalten Sie unsere Stellungnahme als pdf-Datei


SüdstadtGlühen 2016

Der Posaunenchor der Markusgemeinde beim SüdstadtGlühen 2016.
Foto: Stadtteilverein Heidelberg-Südstadt e.V.

Am 18. November 2016 organisierte der Südstadtverein zum 4. Mal das Südstadtglühen. Trotz der widrigen Wetterverhältnisse versammelte sich eine stattliche Anzahl von rund 50 Unerschrockenen um das Feuer vor der Chapel, deren Außenflächen dem Südstadtverein in diesem Jahr erstmals für diese Veranstaltung zur Verfügung standen. Die ehemalige, mittlerweile in den Besitz der Stadt Heidelberg übergegangene, denkmalgeschützte Militärkirche soll nach der Renovierung im kommenden Jahr unter der gemeinsamen Trägerschaft des Stadtteilvereins Heidelberg-Südstadt e.V., des Caritas-Verbands Heidelberg e.V., des Vereins formAD e.V. und des effata Eine-Welt-Kreises e.V. zu einem Stadtteilzentrum für die Südstadt werden.

Bei Kinderpunsch und Glühwein entfachten sich nach der Begrüßung durch die Vereinsvorsitzende Dr. Ursula Röper schnell lebhafte Gespräche und Diskussionen zwischen alteingesessenen und neuhinzugezogenen Südstädtern jeden Alters, die durch die Darbietungen des Posaunenchors der Markusgemeine unter der Leitung von Anne Kaltschmitt gern unterbrochen wurden.

Auch in diesem Jahr ist es dem Südstadtverein trotz der momentan noch fehlenden Infrastruktur in der Chapel gelungen eine Veranstaltung zu organisieren, die allen Beteiligten sichtlich viel Spaß gemacht hat. Wir freuen uns auf zukünftige Events und auf das neue Stadtteilzentrum in der Chapel, das den Trägervereinen ab 2017 zur Verfügung stehen wird und auf viele gute nachbarschaftliche und kulturelle Begegnungen.

Christina Larenz

Afrika-Chor Imbongi zu Gast in der Südstadt

Die frierende Ameise

Der Heidelberger Chor „Imbongi“ präsentierte am 28. Oktober in der Chapel sein neues Programm, die frierende Ameise. Das ist ein Südafrika-Programm mit Songs, Bildern, Tanz und Poesie. Es sind tolle, mitreißende Songs, die zeigen: Afrika ist mehr als Elend, Krieg und Aids. Afrika ist ein so vielfältiger Kontinent! Die große Kraft liegt in den Menschen. Sie kämpfen gegen die Armut, sind dabei aber lebensfroh, lachen gerne und vor allem, sie singen gern und viel und eigentlich zu jeder Gelegenheit. Ihre Lieder begleiten den Tag, erzählen Geschichten, sie trösten, machen Mut und preisen sehr oft die Schönheit der Natur, die es angesichts des Klimawandels, besonders zu schützen gilt.

Der Chor fördert im südlichen Afrika 300 Waisen mit Schulgeld, Uni-Stipendien, mit Essen und Kleidung. Die Einnahmen aus dem Konzert fließen in das Bildungsprojekt in Esitjeni/Swaziland.

Das Konzert war eine gemeinsame Veranstaltung, zusammen mit dem effata Weltladen.

 

 


Metropolink-Festival in der Südstadt

Pascal Baumgärtner, der Organisator des urban art festivals metropolink (http://www.metropolink-festival.net/), machte auch in der Südstadt Station. Gleich zwei Künstler, Herakut und Limow, haben Südstädter Hauswände in Szene gesetzt. Dazu gabs ein Happening mit Musik, auch der Raumfänger war vor Ort. 

 


Impressionen vom SüdstadtFrühstück 2016

Trotz frostiger Temperaturen und Regenfälle, das SüdstadtFrühstück war auch 2016 ein voller Erfolg.

Weiterlesen


Pläne für Bürgerpark und Paradeplatz

Der Stadtteilverein Heidelberg-Südstadt e. V. hat sich mit der Planung und Gestaltung des Kommandanturparks (Bürgerpark) und des Paradeplatzes auf dem Campbell-Areal beschäftigt. Der Konversionsausschuss des Stadtteilvereins hat Überlegungen angestellt, wie diese Gebiete gestaltet werden könnten, welche Elemente notwendig oder wünschenswert sind. Während der Paradeplatz als großer öffentlicher Raum auch für größere Veranstaltungen erhalten bleiben soll (z. B. Filmfestival), soll der Kommandanturpark zu einem Bürgerpark umgestaltet werden, der Erholungsräume bietet und dadurch vielfältige Nutzungsmöglichkeiten erlaubt.

Hier finden Sie das ausführliche Papier.

  


Verkauf von MTV ist perfekt!

Foto: Rothe

Mit der symbolischen Übergabe der Schlüssel für das Mark Twain Village und die Campbell Barracks – dem ehemaligen US Army-Hauptquartier für Europa – haben die Stadt Heidelberg, die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA) und das Heidelberger Bündnis für Konversionsflächen/MTV Bauen und Wohnen GmbH die Übergabe der Konversionsfläche besiegelt. Zuvor hatten der Haushaltsausschuss des Bundestages und der Finanzausschuss des Bundesrates ihre notwendigen Zustimmungen zu dem im August abgeschlossenen Kaufvertrag gegeben. Am 1. Januar 2016 haben nun ganz offiziell rund 39 Hektar in der Südstadt die Besitzer gewechselt. Zum Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart.

weiterlesen

 


Die Chapel - ein Stadtteilzentrum für die Südstadt?

Ein wesentlicher Meilenstein bei der Planung der Nachnutzung der Konversionsflächen war die Verabschiedung des Masterplans. Dort wurde für die ehemalige Militärkirche - die Chapel - eine sozio-kulturelle Nutzung festgeschrieben. Die Chapel gehört zu den unter Denkmalschutz stehenden Gebäuden und ist mittlerweile in den Besitz der Stadt Heidelberg übergehen.

weiterlesen